Wissenswertes




Die Trapper lebten viele Monate lang allein in der Wildnis, dabei waren sie ständig zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Neben den vielen Raubtieren mussten sie sich insbesondere vor den Blackfeet-Indianern hüten, die ohne zu zögern töteten.

 

Ansonsten unterhielten die Trapper eine freundschaftliche Beziehung mit den Indianern, bei denen sie auch häufig überwintern konnten. Viele hatten auch eine indianische Frau, mit der sie in dieser Zeit zusammen lebten. Die Mountain Men unterschieden sich rein äußerlich kaum von den Indianern. Sie trugen auf dem Kopf eine Mütze aus Biberfell, bekleidet waren sie mit einer Weste und einer Hose aus Hirschleder mit langen Fransen, und an den Füßen trugen sie Mokassins. Um den Bauch trugen sie einen Gürtel, an dem eine Patronentasche, ein Pulverhorn und ein Jagdmesser befestigt war. Als Waffe benutzten sie Anfangs eine Büchse mit Feuersteinschloss, dass so genannte Kentucky-Gewehr. Später wurde die berühmte Mountain-Rifle bevorzugt, da sie ein verbessertes Perkusssionsschloss hatte. Auch in ihren Lebensgewohnheiten gab es wenig Unterschiede zu den Indianern. Ihre Nahrung bestand zum größten Teil aus erlegten Tieren, die sie noch am gleichen Tag verzehrten. Lagerhaltung kannten sie nicht. Die Mountain Men waren genauso wild, manche sogar noch wilder als die Indianer. Sie wandten beim Kampf die gleiche Taktik an und bewiesen im Messerkampf die gleichen Fähigkeiten wie die Ureinwohner. Viele zögerten auch nicht, ihre Gegner nach einem Sieg zu skalpieren.

 



Einmal im Jahr verließen die Trapper und Mountain Men die Wildnis. Im Juni trafen sie sich dann zum großen "Rendezvous" um die "Rocky Mountain Fair" zu feiern. Dieses "Rendezvous" wurde 1825 von dem Leutnant-Gouverneur des Staates Missouri William Ashley eingeführt. Hier tauschten die Trapper ihre Biberfelle gegen Dinge, die sie für das tägliche Leben benötigten. Oder sie verkauften ihren Fang gegen Geld, das sie dann an Ort und Stelle mit vollen Händen ausgaben. Denn der Treffpunkt war nicht nur ein einfacher Markt, bei dem sich manchmal über 600 Trapper versammelten, er war auch Schauplatz eines großen Festes, wo Alkohol und Frauen eine noch größere Rolle spielten.